Schildkrötenfriedhof
 

 ... gekämpft, gehofft und
doch verloren ...

 

 


 

 
"Berta"
 
Berta war ein Trachemys scripta scripta-Mischling. Wir bekamen sie als Abgabetier mit einer Panzerlänge von 21 cm. Sie hatte regelmäßige Eiablagen und war gesundheitlich stehts unauffällig. Da Berta mit Artgenossen unverträglich war, suchten wir für sie einen Einzelplatz. Dieser hat sich leider 4 Jahre lang nicht gefunden. Eines Morgens fanden wir Berta tot im Becken. Es gab keinerlei Vorzeichen, dass mit ihr was nicht stimmt. Wie alt Berta war wissen wir nicht.
 
 
"Holger"
 
Holger war ein Trachemys scripta scripta-Mischling. Vor 1,5 Jahren wurde er bei einem Tierfreund über den Gartenzaun geworfen. Da er dort nicht bleiben konnte, nahmen wir ihn auf. Während Holger unser Gast war, zeigte er keinerlei Krankheitsanzeichen. Sein Tod kam für uns völlig unerwartet.
 
 
 "Kalle"

Kalle war ein Trachemys-Mischling und wurde Mitte April am Ufer eines Teichs aufgefunden. Seine Augen lagen unter dicken Krusten verborgen. Er hatte eine Lungenentzündung, stark gerötete Haut und war sehr schwach.

Er wurde sofort entsprechend behandelt, bekam Antibiotika und seine verkrusteten Augen wurden nach und nach eingeweicht, bis der Tierarzt die Augen freilegen konnte. Einige Tage danach wurde Kalle etwas agiler, wehrte sich bei Behandlung, hat aber nicht gefressen und konnte weder laufen noch schwimmen.

Ungefähr 3 Wochen später ist ihm ein Zeh abgefallen und es drohte der Verlust weiterer Gliedmaßen. Vermutlich hatte Kalle den Winter draußen verbringen müssen bevor man ihn fand. Dabei waren ihm Gliedmaße erfroren oder aus anderen Gründen abgestorben.

Kalle ist vermutlich an Organversagen/Sepsis gestorben.
Sein Bauchpanzer war nach seinem Tod blutunterlaufen.

 

 

 
 
  "Emma"

 

Emma war ein Mauremys-Mischling.
Ein "schildkrötenerfahrener Tierarzt" hatte 3 Jahre lang an ihr rumgedoktort, mal auf Pilz, mal auf div. Infekte behandelt und hat der Besitzerin ordentlich Geld aus der Tasche gezogen und es nicht für nötig gehalten, mal eine Blutuntersuchung oder ein Röntgenbild zu machen.

 
Die Besitzerin bat mich sie aufzunehmen, da sie Angst hatte das Tier stirbt. Sie bekam es eine Woche vorher von einem stationären Aufenthalt von besagtem Tierarzt in noch schlechterer Verfassung zurück, als sie es hingebracht hatte. Ich stellte fest, dass das Tier unter massiven stinkendem und teilweise blutigem Durchfall litt. Sie war teilweise blind, in beiden Augen waren weißliche Ablagerungen, vermutlich durch eine nicht richtig behandelte Augenentzündung und sie konnte schlecht schlucken.
Die Kotuntersuchung war negativ, den Durchfall bekamen wir in den Griff, vermutlich wurde er durch die häufige Antibiotikagabe verursacht. Die Halsentzündung wurde auch besser und sie fraß recht gut. Aber trotzdem fanden wir immer irgendwo auf Tüchern usw. etwas Blut, ich dachte erst, es käme mit dem Durchfall aus dem Darm. Irgendwann wollte sie auch nicht mehr fressen .Wir sind dann zu unserem Tierarzt gefahren. Die Lunge war in einem erbärmlichen Zustand, vermutlich durch dauernde Entzündungen und sie hatte eine Anämie. Einen Tag später wurde mir auch einiges klarer, sie fing an zu röcheln und massenhaft blutiger Schleim kam mit hoch.

Emma ist dann in der Nacht noch gestorben. Hätten wir das absehen können, hätten wir sie sofort erlöst.
 

 
 
  "Leonie"

         

Leonie war eine Pseudemys concinna und kam als Fundtier zu uns. Sie machte anfangs einen munteren Eindruck, verstarb dann jedoch völlig unerwartet. Für sie kam leider jede Hilfe zu spät.